Strompreise Entwicklung und Prognose

Der Strompreis steigt seit den 70er Jahren stetig an. Man fragt sich wie dies zustande kommt und ob diese Entwicklung weiter vorran schreiten wird. Die größte Komponente besteht aus der Sparte Steuern und Abgaben, die deutlich über ein Drittel der Gesamtkosten ausmachen, dicht gefolgt von den ebenfalls fast ein Drittel umfassenden Kosten für die Netzbetreibung. Hinzu kommen noch Kosten für die Erzeugung des Stromes, sodass am Ende ein sehr kleiner Teil dessen, was der Strom den Endverbraucher kostet, in die Kassen der Anbieter fließt.

Der Grund für Preiserhöhungen liegt also nicht nur an den Interessen der Stromanbieter, sondern auch an anderen preisbildenden Komponenten wie den steigenden Netzkosten oder der Mehrwertsteuererhöhung von 2007 um 3 Prozent. Auch der Endverbraucher treibt indirekt den Preis, da er einen steigenden Bedarf an Strom für den Betrieb von Elektrogeräten benötigt und deswegen mehr Rohstoffe verbraucht, welche sich aufgrund des immer geringeren Vorkommens ebenfalls verteuern.

Dank der zum Anfang 2009 beginnenden Anreizregulierung mit der Festschreibung von preislichen Obergrenzen für die einzelnen Konzerne durch die Bundesnetzagentur wird vorraussichtlich eine stärkere Steigerung der Marktpreise unterbunden. Jedoch sollte man berücksichtigen, dass die Zeit der deutschen Atomkraftwerke so langsam abläuft, sodass mehr auf erneuerbare Energien gesetzt wird. Diese bringen jedoch einen höheren Betriebskostenaufwand mit sich.